Verrat, Rache und Diamanten sind das explosive Gemisch des Thrillers Set Up, in dem US-Gangsta-Rapper 50 Cent alias Curtis Jackson an der Seite von Bruce Willis und Ryan Philippe in einer Hauptrolle zu sehen ist. Set Up ist dabei keineswegs „Fiddys” erster Filmauftritt, seit der Verfilmung seiner Biografie Get Rich or Die Tryin‘ konnte er seine Schauspielleidenschaft in mehreren Hollywood-Streifen ausleben. Und natürlich ist Jackson auch nicht der erste Rapper, der den Ausflug in die Schauspielerei wagt.
Nachfolgend haben wir eine kleine Auswahl von Filmen zusammengestellt, in denen bekannte Rapper ihr Talent als Darsteller unter Beweis stellen:
Per Anhalter durch die Galaxis – Mos Def war schon einige Jahre zuvor im Oscar-prämierten Drama Monster’s Ball in einer kleinen Nebenrolle zu sehen gewesen, hier übernahm er als Ford Prefect eine der Hauptrollen in der Verfilmung des Kult-Romans von Douglas Adams. Mit weiteren Auftritten z.B. in Michel Gondrys Abgedreht (2008) oder als Chuck Berry in Cadillac Records (ebenfalls 2008) hat sich Mos Def mittlerweile als Schauspieler fest etabliert.
Boyz’n the Hood – Jungs im Viertel – Ice Cube feierte sein Kino-Debüt mit einem Film, der als einer der ersten die harte Lebensrealität im Ghetto von Los Angeles porträtierte. Im Anschluss war Cube auch als Drehbuchautor und Regisseur tätig.
Blutzbrüdaz – Das Schauspieldebüt von Ex-Bürgerschreck Sido und seinem Kumpel B-Tight läuft aktuell in deutschen Kinos. Die beiden bewegen sich mit dem Film über zwei Kumpels und ihren Traum vom Aufstieg zum Rap-Star nah an der eigenen Karriere.
Ricochet – Der Aufprall – Ice-T ging eigentlich den umgekehrten Weg: Nach Gastauftritten in der Serie Fame – Der Weg zum Ruhm (1983) startete er eine Karriere als Rapper, um dann bald wieder als Hollywood-Schauspieler in Erscheinung zu treten: An der Seite von Denzel Washington und John Lithgow spielte er in Ricochet um zwei Todfeinde den Gang-Boss Odessa.
8 Mile – Stark autobiografische Züge hat der erste Auftritt von Eminem als Leinwandheld: Der junge Jimmy entflieht mit seiner Musik dem trostlosen Leben in den Vororten von Detroit. Dafür erhielt Eminem 2003 sogar einen Oscar – allerdings nicht für seine schauspielerische Leistung, sondern für das Titellied „Lose Yourself”.
Monster’s Ball – Neben Mos Def trat mit Puff Daddy alias P. Diddy alias Sean Combs ein weiterer bekannter Rapper in diesem bewegenden Film vor die Kamera. Sein Auftritt als zum Tode verurteilter Straftäter Lawrence Musgrove brachte ihm durchaus Lob ein, danach aber keine weiteren nennenswerten Rollen.
An jedem verdammten Sonntag – Ein wahres Star-Ensemble umgab LL Cool J in diesem Drama über den enormen Druck auf die „modernen Gladiatoren“ im US-Profi-Football. Al Pacino, Cameron Diaz und Dennis Quaid spielten die Hauptrollen unter Anleitung von Star-Regisseur Oliver Stone. LL Cool J gehört inzwischen seit mehreren Jahren zum festen Cast von Navy CIS: L.A..
Chicago – Weibliche Hip Hop-Prominenz darf natürlich nicht fehlen in unseren kurzen Übersicht: Queen Latifah spielte ihre Rolle als Mama Morton in diesem mehrfach ausgezeichneten Hollywood-Musical so famos, dass die Academy sie 2003 für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominierte. Der ging dann allerdings an Catherine Zeta-Jones – ebenfalls für ihre darstellerische Leistung in Chicago.
Starsky & Hutch – Snoop Dogg übertrug sein Rapper-Image mehr oder weniger eins zu eins auf seinen Part in der Leinwand-Umsetzung der Kult-Serie aus den 1970er Jahren und läuft als Zuhälter und Drogendealer zu großer Form auf.
Set Up – Als Kleinkrimineller Sonny erbeutet Curtis „50 Cent“ Jackson mit seinen Kumpels Vincent und Dave Diamanten im Wert von 5 Millionen Dollar. Doch Vincent will nicht teilen und knallt seine Komplizen kurzerhand ab. Sonny überlebt jedoch schwer verletzt und begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug, bei dem er es auch mit Bruce Willis in der Rolle des mächtigsten Gangsterbosses der Stadt zu tun bekommt. Die DVD/BD erscheint am 31. Januar.
